Das Wichtigste in Kürze
Ramipril hilft Ihren Blutgefäßen, sich zu entspannen,
wodurch Ihr Blutdruck gesenkt wird.
Bei Ramipril handelt es sich um einen ACE-Hemmer
(Angiotensin-Converting-Enzym).
Im Allgemeinen kommt es nur selten zu Nebenwirkungen.
Dauertherapie mit Ramipril
Bei Ramipril handelt es sich um eine Dauertherapie, um den Blutdruck konstant auf einem gutem Wert zu halten.
Es ist wichtig, dass die Tablette täglich zur selben Zeit eingenommen wird.
Für wen ist eine Dauertherapie mit Ramipril geeignet?
Die Anwendungsgebiete von Ramipril umfassen die Behandlung von:
- Hypertonie (Bluthochdruck),
- die kardiovaskuläre Präsentation,
- die Behandlung von bestimmten Nierenerkrankungen,
- die Behandlung einer symptomatischen Herzinsuffizienz sowie
- die sekundäre Prävention nach akutem Herzinfarkt.
Ramipril Therapie
Durch das Enzym Angiotensin II werden die Blutgefäße verengt, was den Druck in diesen erhöht und zu Bluthochdruck führen kann. Ramipril verhindert die Wirkung eines des Enzyms ACE, das Angiotensin I in Angiotensin II umwandelt. ACE-Hemmer, zu denen auch Ramipril zählt, wirken, indem sie die Blutgefäße erweitern und es dem Herzen erleichtern, Blut durch den Körper zu pumpen. Das senkt den Blutdruck und entlastet das Herz.
Ramipril Therapie Einnahme
Ramipril gibt es in der Wirkstärke 1,25 mg, 2,5 mg, 5 mg, 7,5 mg oder 10 mg. Eingenommen wird es normalerweise ein- oder zweimal täglich, ein Arzt bestimmt die richtige Dosierung abhängig von der individuellen Situation Ramipril wird unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen. Die Tablette kann mit oder Nahrung eingenommen werden. Es kann zu jeder Tageszeit eingenommen werden, muss aber jeden Tag zur gleichen Zeit eingenommen werden
Wie schnell wirkt Ramipril?
Die maximale Konzentration von Ramipril wird innerhalb von einer Stunde nach der oralen Einnahme erreicht, ab diesem Zeitpunkt können auch blutdrucksenkende Wirkungen beobachtet werden. Die maximale Blutkonzentration zeigt sich 4 - 6 Stunden nach der Einnahme. Anschließend fällt die Konzentration wieder ab.
15 Stunden nach der Einnahme ist die Hälfte des Wirkstoffs wieder ausgeschieden. Die blutdrucksenkende Wirkung hält mindestens 24 Stunden an.
Bei Ramipril handelt es sich um eine Dauertherapie, das Medikament muss täglich eingenommen werden. Dadurch stellen sich nach ca. 4 Tagen gleichmäßig hohe Wirkstoffspiegel ein. Bis die optimale blutdrucksenkende Wirkung erreicht wird, kann es mehrere Wochen dauern.
Wieso ist Ramipril rezeptpflichtig?
Wichtig
Ramipril gehört zu den verschreibungspflichtigen Medikamenten und ist nur durch ein Rezept erhältlich.
Durch die Rezeptpflicht von Tabletten wird verschiedenen Risiken vorgebeugt:
- Missbrauch der Medikamente ohne die Indikation durch einen Arzt
- Wechselwirkung mit anderen Medikamenten
- Steigerung von bekannten Nebenwirkungen durch falsche Einnahme
- Lebensbedrohliche Überdosierung
Nebenwirkungen von Ramipril?
Generell ist die Dauertherapie von Ramipril sehr gut verträglich.
- Husten
- Brechreiz
- Schwindel
- Brustschmerzen
- Erbrechen
- Durchfall
- Schwäche oder Müdigkeit
Wenn die oben aufgeführten Nebenwirkungen schwerwiegend sind oder nicht innerhalb ein paar Tagen oder Wochen vergehen, sollte die Abklärung mit dem Arzt erfolgen
- Niedriger Blutdruck mit Schwindel und Benommenheit
- Allergische Reaktion mit Schwellung von Gesicht, Rachen oder Zunge und/oder Atembeschwerden
- Leberprobleme (Gelbsucht) mit Gelbfärbung der Haut und/oder der Augen, Magenschmerzen und/oder Müdigkeit
- Ödembildung mit Schwellung der Füße, Beine oder Hände
- Sehr schnelle oder abnormale Herzfrequenz oder starkes Herzklopfen
- Hoher Kaliumspiegel mit Schwäche, Arrhythmie (unregelmäßiger Herzschlag)
- Schlechte Nierenfunktion mit Übelkeit und Erbrechen, verminderter Urinausscheidung beim Wasserlassen, Müdigkeit und Appetitverlust
Achtung! Sollten sich Ihre Symptome lebensbedrohlich anfühlen oder wenn Sie glauben, dass Sie einen medizinischen Notfall haben, rufen Sie bitte den Notarzt!
Kontraindikationen
Ramipril sollte nicht eingenommen werden, wenn eine Anamnese mit angioneurotischem Ödem oder eine Schwangerschaft besteht. Außerdem ist auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu achten.